Was hat man mir nicht alles angedroht... Ich hatte eigentlich damit gerechnet direkt am Flughafen ausgeraubt zu werden. Doch weit gefehlt. Alles verlief gesittet. Ich wurde abgeholt und aus purer Freude hab ich den Fahrer und seinen Kollegen vom "Protokoll" gleich auf ein Bier eingeladen. Wurden dann mehrere und das Primus in der Literflasche ist nicht mal schlecht. Momentan wohne ich noch im sogenannten CAP. Ist mir aber auf Dauer zu teuer und außerdem ist die Wasserversorgung mehr als unzuverlässig. Hab seit meiner Ankunft nicht duschen können...
Daher mein großes Projekt. Erst ein Umzug in ein anderes Haus, etwas außerhalb. Dafür mit Pool und allem drum und dran. Außerdem will ich hier ein Auto kaufen. Wie es im Moment aussieht, wird es ein alter E Klasse Mercedes. Den werd ich am ehesten nach den fünf Monaten wieder los. Zum Glück gibt es hier Papa Noel, eine nicht versiegende Quelle guter Informationen. Heute hat er mir sogar ein Moskitonetz geschenkt. Vielleicht kann ich der Malaria nun doch entgehen.
Die Sicherheitslage kann ich kaum einschätzen. Immer wenn ich mein Hotel verlassen will, wollen mich die Wächter begleiten. Und ich gebe zu, ich höre auf sie. Ich denke ich taste mich langsam an den Alltag heran. Lieber Hasenfuß als tot.
Ansonsten natürlich alles in Butter. Arbeit geht sich noch langsam an und nächste Woche hab ich hoffentlich ein paar interessante Termine. Ich hoffe ich kann hier bald aufregendere Abenteuer ablegen. Momentan noch alles tres tranquil...
Bis bald,
Kristian
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